Kaufberatung Mercedes W124 – Rost

Aktuell wird die Baureihe W124 aus dem Hause Mercedes-Benz als der nächste große Klassiker gehandelt. Erscheint logisch, denn gerade sind die Preise noch immer im Keller, das Angebot groß und die Zurückhaltung, die Modelle in Grund und Boden zu fahren gering. [6. Revision 13.11.2014]

2t0Nicht zuletzt deswegen gibt es viele technisch wenig gepflegte Exemplare auf dem Markt. Der Ruf als Dauerläufer ist gut, die Pflege entsprechend mies. „Ist ein W124, der hält“. Und dann ist da dieses Problem mit dem Rost. denn der ist schwerer zu beseitigen als jedes technische Problem.  Grund genug, hier einmal die typischen Rostprobleme der Baureihe zu erörtern. Denn dies sind überraschend viele und überraschend gravierende. Ganz gravierend und deswegen unbedingt kaufentscheidend ist die vordere Aufnahme für die Hinterachse.

Doch zunächst noch ein paar Worte. Mercedes setzte stets auf einen sehr zähen und dick aufgetragenen Unterbodenschutz aus PVC. Dieser schützt gut – hat aber auch Nachteile. Die zähe Masse hat beinahe unfassbare Fähigkeiten, selbst handgroße Durchrostungen unsichtbar zu machen. Es ist unabdingbar, bei geringsten Anzeichen von Blasenbildung oder braunen Spuren im/am Unterbodenschutz einmal kräftig zu drücken. Knirscht es, ist der als „oberflächliche“ oder „Flugrost“ beworbene Rost zu 90% eine größere Durchrostung. Oftmals steht nur noch eine Silhouette der Karosserie in Form des PVCs und dahinter ist schon lange kein Blech mehr, sondern allenfalls einige rostbraune, feuchte Brösel. Und damit kommen wir zum ersten Beispiel anhand einer schon erwähnten Hinterachsaufnahme.

ha1Sieht harmlos aus? Der geübte Blick erkennt sofort, dass dort viele braune Verfärbungen sind und der Unterbodenschutz lose zu sein scheint. Leider lassen sich die Aufnahmen mit montiertem Rad höchstens ertasten, auch auf der Hebebühne sind diese wegen der Hinterachse und Verkleidungen für die Benzinpumpen nur schwer einzusehen. Für den ungeübten Blick scheint hier alles OK zu sein, zumindest aber nicht besorgniserregend.

Weit gefehlt: ha2Die Hinterachsaufnahme ist bereits zur Hälfte durchgerostet! Das Fahrzeug ist so nicht mehr verkehrssicher, ein Prüfer würde den Wagen wohl direkt stilllegen! Umso erstaunlicher ist es, dass solche Fahrzeuge noch regelmäßig im Verkehr anzutreffen sind. Und beweist auch, wie schwer dieser Schaden mitunter zu erkennen ist. Hier zwei weitere Beispiele: haa-1 haa-2Auch hier wieder schwerwiegende Durchrostungen – auch wenn man auf den ersten Blick nur losen UBS erkennen möchte. Tatsächlich blieb in dem Fall nur der Abdruck des UBS stehen. Leider habe Ich kein Bild davon, wie es darunter aussah.

Und wieder ein harmlos aussehendes Beispiel – tatsächlich ist die aufnahme aber so dünn gerostet, dass man einen Schruabendreher mühelos durchstechen kann!

wha-1 ha-2

In schweren Fällen ist die Hinterachse sogar bereits vom Auto ABgerissen! ha4Die Reparatur eines solchen Schadens kann schnell den Wagenwert übersteigen! Da der Aufwand hierfür nicht unerheblich ist. Wer genau hinsieht erkennt auch, dass der Längsträger unter der Aufnahme bereits teilweise durchgerostet ist. Auch dort, wo die Aufnahme an den Längsträger angeschweißt ist, kann es zu nicht unerheblichen Löchern kommen, wie man hier schon erahnen kann:

axi05Sieht man genau hin, so sieht man nicht nur ein Loch in der Achsaufnahme, sondern kann auch noch hinter dem Hilfsrahmen ein Loch erkennen. Dies wird nach Freilegung eine Durchrostung von der mindestens doppelten Größe sein! Wie bereits vorher geschrieben, versteckt der PVC-Unterbodenschutz sehr große Löcher – was klein aussieht, endet groß. Wie bei einem Eisberg sieht man nur die Spitze des Schadens… wenn überhaupt.

Die nächste neuralgische Stelle befindet sich an der Vorderachse und betrifft die Querlenkerkonsolen. Diese rosten gerne an der Quertraverse durch:

k2Insgesamt sind aber alle 4 Querlenkerkonsolen von Rost betroffen und nicht einfach zu sanieren. Da tragende Achsteile, offiziell auch nicht erlaubt zu schweißen. Leider versteckt sich dieser Schaden unter der Motorverkleidung, ohne diese zu demontieren ist dieser Schaden nicht ersichtlich! Oberflächliche Aufblühungen in der freien Fläche IN den Querlenkeraufnahmen sind hier allerdings die Regel, da nur Grundierung und kein Stenschlagschutz vorhanden ist. Und nicht bedenklich. Abblättern sollte der Rost allerdings nicht, dann ist Handeln angesagt.

Ein weiterer oft übersehender Schaden befindet sich ein Stück weiter hinten, wo die Längsträger auf das Bodenblech treffen. Dort überlappen 3 Bleche und der Träger ist nach hinten offen – eine Einladung für Feuchtigkeit, sich zu sammeln und in Ritzen einzunisten. 20 Jahre später hat man den Salat. Auch wenn die Abläufe rechts & links der Windschutzscheibe verstopft sind, kann Wasser in den Wasserkasten und von dort auch in die Längsträger gelangen. Was auf Dauer große Schäden anrichten kann.

Und hier dann ein erneutes Beispiel, wie fähig der PVC-Unterbodenschutz ist, solche Rostschäden zu verstecken; die eben angesprochene Stelle:

loch1und was sich unter der leicht gewölbten Blase verbirgt: loch2Auch diese Stelle ist nicht einfach zu sanieren, da wie bereits erwähnt einige Bleche aufeinander liegen. An dieser Stelle ist der UBS sogar besonders dick und zäh. Leider tritt dieser Schaden immer öfter auf und ist sehr leicht – und sehr lange – zu übersehen.

Nächste Stelle den Unterboden betreffend sind die Abläufe im Schweller. Gerne rostet es dort um die Gummistopfen/Abläufe herum in in der Folge auch die Falz des Schwellers, besonders hinten. Die Stelle ist leicht auch ohne Hebebühne zu überprüfen. Vorne sind die Abläufe teilweise bei Modellen ab ’89 (oder allen Coupés) durch die Schwellerverkleidung abgedeckt.

ablaufrostablaufrost-2ablaufrostAuch die anderen Stopfen im Schweller können Rost ansetzen. Bei den Modellen mit Schwellerverkleidung leider auch wieder schwerer zu überprüfen, da diese großteils von der Verkleidung abgedeckt sind. Auch um die Halter für die Schwellerverkleidung im Schweller kann es zu Rostansätzen kommen, allerdings eher selten.schwellerstopfenrost

Ein weiteres großes Thema bei Mercedes und fast schon ein Standard sind die Wageheberaufnahmen. Bei späteren Modellen unter den Schwellerverkleidungen versteckt, können selbst schwere Schäden lange versteckt bleiben. Bei frühen Modellen bis ’89 kann aber der UBS auch große Löcher verstecken: rostvarost1 Glücklicherweise sind diese Schäden in der Regel relativ leicht zu beheben. Ausser, sie sind bereits stark voran geschritten weil lange unentdeckt geblieben. Wie in diesem Fall: terror_wha-1 Sind alle 4 Aufnahmen durchgerostet, kommen dennoch schnell mehrere hundert Euro an Reparaturkosten zusammen! Reparaturbleche gibt es, leider decken diese bei 50% der WHA Schäden den Bereich nicht ganz ab.

Nächstes Standard-Thema beim W124 sind verrostete Kotflügel, diese rosten von innen nach aussen durch, unterhalb des Blinkers. Blasen auf der Außenseite im Lack bedeuten deswegen IMMER LÖCHER im Kotflügel! Es handelt sich dann nicht um „oberflächlichen Rost“ oder „leichte Rostansätze“. Im Folgenden Beispiel am Extrem gezeigt. Aber auch kleine Bläschen sind immer mindestens Stecknadelkopf große Durchrostungen. Zum Glück sind diese für den TÜV nicht strikt relevant, so lange keine faustgroßen Löcher klaffen.

koti_rost-1 koti_rost-2

Es gibt aber auch Kotflügel bei denen die Unterrostung an den Befestigungslöchern für den im Bild sichtbaren Gummikeder anfängt – in dem Fall kann der Kotflügel gerettet werden. Es ist immer besser, ein Originalteil zu haben als einen schlecht passenden Nachbau-Kotflügel.

Ein weiteres bekanntes Problem beim W124 sind die Stopfen im Radhaus. Auch hier wird gerne ver harmlost, eine „leichte Blase“ bedeutet aber immer, dass Schweißarbeiten notwendig sind. Sonst dringt Wasser in den Innenradlauf und Schweller und richtet dort große Schäden an, längerfristig. Deswegen ist auch dort unbedingt handeln angesagt, zumal sich die Löcher im Spritzwasserbereich der Räder befinden.radhaus_loch-1 radhaus_loch-2Und zum Schluss noch ein ziemlich unbekanntes Problem: die Lagerung des Halters für den Lenkungs-Umlenkhebel auf der Beifahrerseite ist mit einem Rohr durch die Querenkerkonsole verschweißt. Dieses Rohr rostet aus der Querlenkerkonsole heraus und kann im Extremfall zu einem Versagen der Lenkung führen!!! Folgend abgebildet ein Intaktes Rohr, bei Blasen um dieses müssen die Alarmglocken schrillen!

lenkrohrlenkhebelrost2lenkhebel_rostlenkhebelrost_2Beachtenswert ist beim letzten Bild auch der Rost im Rahmenbogen oberhalb der Spurstange!

Kommen wir langsam zu den weniger dramatischen, aber dennoch typischen Roststellen. Aber auch dramatische werden noch folgen!

Zum einen wäre da das fast schon zum Originalzustand gehörende Loch unter dem Wischwasserbehälter im Motorraum. Direkt daneben und beidseitig angesiedelt wären noch die Stoßstangenhalter am Radhaus mit zu nennen, die Dreck sammeln und dann durchrosten. Meistens hebt die Stoßstange aber trotzdem noch irgendwie… ebenfalls gerne gefunden sind herausgerostete Stehbolzen zur Montage der radhausverkleidungen.

230ce-1Eine Etage tiefer gibt es eine SEHR sicherheitsrelevante Stelle zu finden, die leider sehr dick in Unterbodenschutz gehüllt ist: die Federaufnahme. Fast nicht zu glauben, dass man von diesem Schaden, siehe nächste Bild, so gut wie NICHTS sah, ausser einer kleinen, braunen Spur in einem Riss im PCV:federdom_w124Ähnlich, wie es auf der rechten Seite auch zu sehen ist. Man sieht es nicht ganz gut; aber der Federdom ist auf ganzer Länge Abgerostet und der Querträger darunter ist ebenfalls großflächig durchrostet. Hier sollten bei kleinsten Spuren von Rost ebenfalls die Alarmglocken läuten! Denn bricht der Federdom während der Fahrt kann dies einen heftigen Unfall zur Folge haben… Man stellt sich eine tiefere Querrille auf der Autobahn bei Tempo 170 vor… Definitiv kein Spaß! Das Blech immerhin ist bei MB noch lieferbar, allerdings nicht günstig. auch die Arbeitszeit die hier verbraucht wird, es ist präzises ausrichten nötig, schlägt gut zu Buche. Hier also doppelt kritisch hinsehen. Bei frühen Modellen mit grauer Lackierung oder bei dunklen Lacken ist dieser Schaden doppelt schwer auszumachen.

Eher selten betroffen sind die hinteren Radläufe, aber auch diese können freilich rosten. Bei den erneuerten Modellen ab ’89 gammelt es gerne unter der Verkleidung welche am Radhaus sitzt. Und bleibt dort lange im verborgenen. rl2Hier kommt der Gammel aus der Falz heraus, eine Blase aussen im Radlauf oder über dem Radlauf bedeutet, dass dieser unten drunter großflächig verrostet ist, das vermeintlich kleine Loch entpuppt sich schnell als größere Baustelle. Innen- und Aussenradlauf laufen hier zusammen und bilden eine hervorragende Falle für Feuchtigkeit dank der großen Überlappung. Auch die Abdichtung außen ist konstruktiv bedingt nicht sehr üppig. Hier lohnt konservieren mit Mike Sanders Fett oder anderen aktiv bleibenden Mitteln.

radlauf_schnitt_w124Gerade bei späteren Modellen findet sich im inneren nur noch sehr wenig Wachs; welches dort sein sollte, um Feuchtigkeit aus der Überkappung zu halten. Um Rost einzudämmen ist Wachs nur bedingt geeignet, da es lediglich einen Feuchtigkeit abweisenden Schutzfilm bildet, aber trotzdem unterrostet werden kann. Bei Fett ist dies anders, Fett härtet nicht aus und kriecht ständig. Schön kann man diesen Effekt immer bei den Wagenheberaufnahmen sehen; das Blech rostet vom Wachs herunter. wha_rost_1Am anderen Ende des Radlaufes gammelt es auch gerne, der Übergang Innenradlauf/Seitenteil ist hier nicht gut gelungen und kompliziert – ist die Abdichtung hier nicht 100%ig, kommt es schnell zu lange unsichtbar bleibendem Gammel mit verbundenem Feuchtigkeitseinbruch im Heck.radlauf_rost_w124

Kommen wir zu den Modell-spezifischen Roststellen.

Beim T-Modell wäre dort zuerst die Laderaumkante unter den Seitenfenstern zu nennen. Diese ist beinahe immer und bei tatsächlich fast jedem T-Modell minder oder mehr von Rost befallen. Kein Wunder, die Dichtung liegt in einer Wanne ohne Abläufe. Hier muss es zwangsweise gammeln. Auffallend ist, dass es die vor allem an den Enden der Dichtung tut. Bei der Seite an der C-Säule kann es hier zu extremen strukturellen Schäden kommen, wenn die C-Säule ebenfalls angegriffen ist; hier laufen 3 Bleche aufeinander. Kommt dann Wasser dazu ist die Katastrophe perfekt, wie folgende Bilde zeigen sollen:

Dieser Schaden ist nur mit erheblichem Aufwand vollständig zu beseitigen! Da diese Stelle nur sehr bedingt einsehbar ist; Anzeichen sind von innen zu erkennen. Lugen unter der Dichtung feuchte, braune Brösel heraus, bedeutet dies Großalarm. Von aussen erkennt man schwere Fälle an einer gewellten und hochgewölbten Dichtung:

So sah der Schaden aus, der weiter oben bereits abgebildet ist von innen aus! Hier sollte man wirklich genau und sehr kritisch hinsehen. Denn eine Reparatur geht oft nur noch mit Lackierung der Seitenteile und geht damit schnell in den Bereich von weit über 1000€!

Weitere Roststelle ist die Falz unter der Edelstahlabdeckung der Ladekante. Oft sind dann auch die Verstrebungen des zusätzlichen Querträgers des T-Modells im Bereich unter den Rückleuchten stark verwest. Dieser Bereich ist sehr schwer einzusehen, Anhaltspunkte gibt harmlos erscheinender gammel unter der Dichtung unter der Edelstahlleiste/Ladekante.ladekantenrost 3

Weitere schwer zu beseitigende bzw. teuer zu beseitigende Schäden sind Rostschäden am Scheibenrahmen vorne wie hinten. Risse im Randbereich der Scheibe weisen auf starke Korrosion hin (die geklebte Scheiben wird hochgedrückt bis sie platzt). Rost am Rand der Scheibendichtung ist ein Alarmsignal. Und ohne Neulack auf dem Dach kaum zu beheben. Speziell beim Coupé wird dies sehr teuer, da die Scheiben anders sind und die Heckscheibe eine sehr teure Verbundglasscheibe ist, nur das Material kommt dabei schon auf weit über 600€! Und zur Montage muss der Heckdeckel ab, was später zusätzlich Zeit zum einstellen kostet.

Weitere wichtige Stellen sind am Unterboden zu finden; der Träger für das Kardanwellenmittellager im Mitteltunnel rostet am Übergang zu den Bodenblechen.

Und dann noch eine sehr kritische Stelle, die leider so gut wie unmöglich einzusehen ist: die A-Säule rostet. Und zwar am Übergang zum vorderen Radeinbau/oberen Längsträger und unten am Übergang zum Schweller sowie auf ganzer Länge dazwischen:

rost_a-saeule_w124rost_a-säule_w124Beim Benziner (abgebildet ein Diesel) hängen hier ggfs. noch Unterdruckbehälter und erschweren die Sicht zusätzlich. Eine Demontage der Radhausverkleidung ist unumgänglich um hier Einblick zu erhalten. Betrifft alle Modelle. Und was für den Laien harmlos erscheint, entpuppt sich als starke Korrosion und Loch:

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Direkt darunter können die Enden der Schweller böse rosten. Dreck sammelt sich hinter den Radhausverkleidungen, Feuchtigkeit hält sich dort dann sehr lange – es wurden dort auch schon Sprösslinge gefunden 😀 Man sollte idealerweise jährlich dort 1x putzen, genau wie die Scheibenabläufe gereinigt werden sollten. Diese münden übrigens an dieser Stelle. Etwas unglücklich. Aber mit etwas Pflegeaufwand kein Problem.

500e-2Hier mit bereits abgetrenntem weil zu 80% weggerostetem Schwellerfortsatz. Bei Fahrzeugen mit ASR auf er Fahrerseite besonders kritisch (der Fortsatz), weil dort der Druckspeicher für das ASR mit einem Halter befestigt ist der als Rostfalle fungiert. Dringt hier am Schwellerkopf Wasser ein, sucht sich dieses seinen Weg durch das Auto und fängt sich besonders im hinteren Sitz-Querträger. Diese Stelle ist extrem schwer einzusehen, da der Formteppich einteilig ist und ziemlich sämtliche Teile der Innenausstattung entfernt werden müssen um diesen auszubauen. Deswegen scheint diese Stelle bis dato wohl ziemlich unbekannt – zumal von aussen in keinster Weise ausmachbar, ausser wenn bereits extrem fortgeschritten.

efh-2 efh-3

Das Wasser nimmt auch weiter seinen Weg und sammelt sich schließlich auch unter der Schaumstoffhülle der Zentralverriegelungspumpe unter der Rückbank – dann kann es auch dort zu Durchrostungen bzw. starkem Rost kommen. Der hier gezeigte Träger ist sicher ein Extremfall. Zeigt aber wieder einmal, wie seltsam diese Autos rosten. Denn 90% aller hier beschriebenen Stellen sind an diesem Wagen überdurchschnittlich gut, nichtmal nennenswerter Rost unter dem Scheibenwaschbehälter.

Natürlich kommen auch andere Quellen für Wassereintritt in den Innenraum in Frage, wie undichte Scheiben wegen – wer hätte es gedacht – Rost an den A-Säulen. Welcher oft erst zu erkennen ist, wenn sich neben der Scheibe kleine Blasen bilden. Das bedeutet leider wieder Großalarm und vermutlich schwerwiegendste Rostschäden am Scheibenrahmen. Hinter den vorderen Wagenheberaufnahmen gibt es im Innenschweller Öffnungen durch welche Wasser das in den Schweller gelangt auch in den Innenraum gelangen kann und dann in besagte Querträger läuft.

Ein anderer Dauerbrenner am Unterboden sind die Stehbolzen für die Befestigung von Brems-, Kraftstoff-, und Hydraulikleitungen. Ausgehend von diesen wird das PVC unterwandert und wenn die Blase auffallen groß ist, ist es zu spät. Wie im folgenden demonstriert.

bolzen-1 bolzen-2Der Aufwand hier ist groß, da zur korrekten Instandsetzung der Teppich entfernt werden muss – und um diesen zu entfernen müssen die Sitze raus. Sonst besteht akute Feuergefahr. Auch die Dämmung der Bodenbleche muss entfernt werden.

Weitere Rostnester:

Dazu kommt natürlich noch der „normale“ Rost an allen möglichen Anbauteilen, speziell wäre hier Rost bei den Modellen ab ’89 zu nennen; die sogenannten „Sacco-Bretter“, die Verkleidungen der unteren Wagenhälfte, rubbeln durch den Lack und es komm zu Rost. Gut zu erkennen, nicht ohne großflächigen Neulack zu beseitigen – kleiner Schaden, große Rechnung. Unter den Brettern können die Öffnungen für die Halterungen der Bretter rosten. Weniger kritisch und günstiger zu reparieren, da nicht im Sichtbereich und auch bei Metallicklacken beilackieren ausreichend ist für ein unsichtbares Ergebnis. Ausser…

zierleiste_rost

Beim Coupé wegen der sehr langen, weit öffnen Türen gerne genommen: Rost an der äusseren Türkante. Diese hat ggü. anderen Modellen einfach im Laufe Ihres Lebens mehr Kontakt mit Objekten gehabt, der lack platzt ab und unbehandelt bildet sich Rost.

wash3Weiter mit Model-Spezifischem Rost: bei den 4V Motoren mit Luftansaugung unter dem rechten Scheinwerfer liegt auf/in der Scheinwerfermaske eine Schaumstoffmatte. Diese hält Feuchtigkeit und sorgt im Zweifellsfall für böse Rostnester. Besonders auch, weil spätere Modelle schlechter verarbeitet sind.

Die besten Jahrgänge scheinen ’87/’88/’89 zu sein. Für Fans von üppiger Serienausstattung und Sacco-Brettern schlechte Nachrichten. Die Qualität nimmt ab Baujahr ca. ’91 rapide ab. Findet man bei Erstserien noch reichlich Wachs in allen Hohlräumen, so findet sich beginnen bei späteren Zweitserien immer weniger Wachs. Bei den letzten Baujahren oft gar keines mehr!

Zusammenfassen; je später das Baujahr, desto schlechter die Verarbeitung und höher die Anfälligkeit für Rost. Rostprobleme haben aber alle Baujahre – die späteren haben nur deutlich mehr und gravierendere.

Wer viel Ausstattung möchte, findet tendenziell bei den späteren Baujahren eher etwas ansprechendes, viele frühe Baujahre sind überraschend karg bestellt worden. Zum Preis der beschriebenen Verarbeitungsprobleme. Wie immer aber gibt es auch Ausnahmen und man findet sehr gut erhaltene späte Modelle oder unfassbar zusammengerottete frühe Modelle. Nur die Tendenz zeigt in die genannte Richtung; desto später, desto Rostiger.

Augen auf beim W124-Kauf! Die beste Ausstattung nutzt nichts, wenn die Karosserie drumherum zerfällt. Deswegen sollte der Zustand entscheidend sein für eine positive Kaufentscheidung. Nicht die Ausstattung.

 

Wer jetzt noch Lust hat, NOCH mehr zu lesen – es folgt noch eine kurze Meinung zum Thema Rost stoppen & bekämpfen.

Die Vielfalt der auf dem Markt erhältlichen Zaubermittel ist schier unüberschaubar. Es gibt aber ein paar, die sich bewährt haben. Dazu zählt Mike Sander’s Fett, Fluid Film und Owatrol. Das sind zumindest die Mittel, auf die Ich setze.  Es ist jedoch wie immer entscheidend, wo welches Mittel eingesetzt wird. Im Spritzwasserbereich ist Fluid-Film herrlich nutzlos, es wird zu leicht weggewaschen. Ich verwende für Radlauffalze und Stopfen im Aussenbereich fettige Produkte (in meinem Fall Vaseline m. 5-15% Bienenwachs und/oder Sanders Fett). Diese haften lange und sind dabei dennoch aktiv und härten nicht aus.

Für Hohlräume verwende Ich ebenfalls FluidFilm – wegen den bekannten Eigenschaften. Es ist flüssig und bleibt relativ flüssig, kann ausgetrcoknetes Wachs wieder aufweichen.

Stichwort Wachs: meiner Meinung nach nur als Wasser abweisende Schutzschicht zu gebrauchen. Wachs iliegt quasi auf der Oberfläche rum und tut nicht’s weiter, im Gegensatz zu Fett bzw. Vaseline. In nagelneue Schweller könnte man es rein tun – in alte… Eher nicht. Und auch bei neuen würde ICH eher zu Sanders oder halt Vaseline greifen. Einfach, weil es eben nicht austrocknet und nur „nutzlos“ herumliegt. Wer viele Rostschäden beseitigt, wird irgendwann beobachten können, dass altes Wachs einfach unterwandert wird, genau wie PVC oder Lack. Als Schutzfilm der Wasser abweist ja – aber diese Aufgabe können andere Mittel auch übernehmen. Wachs verwende ICH eigentlich nur – gar nicht.

Was sich zum versiegeln von Rost bewährt hat ist Owatrol Öl. Dazu darf der Rost aber NICHT gebürstet werden, sondern nur mit abrasiven (schleifenden) Mitteln lose entfernt werden. Eine Bürste „schmiert“ die Rostporen eher zu und macht sie weniger zugänglich für das Mittelchen der Wahl. Wird die Oberfläche hingegen mit Schleifmitteln bearbeitet, bleiben diese Poren offen oder werden gar geöffnet (sieht man dann am vielen orangenen Staub) und zugänglich für Rostumwandler oder Versiegelungen. Umgekehrt ist die (Zopf)Bürste zum entfernen von PVC-Unterbodenschutz wiederum ideal – sollte aber bei geringer Drehzahl bleiben (Rauchentwicklung).

Das beste Mittel gegen alten Rost ist aber immer noch frisches Blech. Den Rost der aus einer Falz heraus dringt – und von dort kommt er IMMER – ist nur sehr schwer zu erreichen. Owatrol kann hier einen Trumpf ausspielen, es ist sehr dünnflüssig und enthält keine Säuren und bedarf keiner Nachbehandlung (wie Fertan z.B.). Mit Glück kann man damit also auch den Rost an der Wurzel treffen. Garantieren oder kontrollieren freilich kann man das nicht.

Für Rost in der Fläche, um Stehbolzen herum z.B. geht sicher auch anderes – Owatrol geht aber auch. Und hat den Vorteil, dass es aushärtet und überlackierbar ist. Oder man schützt solche Bereiche NUR mit Fett. Auch das geht. Sollte aber ab und an kontrolliert werden.

Wie auch immer – Rost ist eine sehr differenzierte Thematik, es gibt kein Mittel für jede Anwendung, für jegliche Stelle – das kommt immer ganz darauf an, wo man wie stoppen, bekämpfen oder verhindern möchte. Es ist schwer, eine allumfassende Antwort dazu zu schrieben, man könnte damit wohl ein Buch füllen

Ich hoffe, niemandem den Spaß an seinem Auto genommen zu haben mit dieser Rost-Kaufberatung – und dem ein oder anderen vielleicht geholfen zu haben einen drohenden Schaden frühzeitig zu erkennen.

Mein eigenes Auto hat viele Stellen, die gerade anfangen – der Wagen fungiert derzeit auch als Testbett für diverse Mittelchen an diversen Stellen. Owatrol & Fett haben sich dabei bisher bestens bewährt. FluidFilm im Aussenbereich war nach 1 Winter bereits fast wieder vollständig abgewaschen, während das Fett sich in den selben Bereichen gut gehalten hat.

Es bleibt aber festzuhalten, dass eine Kur mit dem Schweißgerät immer noch die effektivste Methode ist der Pest Herr zu werden. Wenn die Schweißarbeiten korrekt ausgeführt werden. Werden sie das nicht – hätte man’s auch bleiben lassen können. Aber das ist schon das nächste große Thema – schauen wir erst einmal, wo wir überall Rost finden 😉

 

45 Gedanken zu „Kaufberatung Mercedes W124 – Rost

  1. Genau so ist es !
    Alles findet sich genau wie beschrieben an den 124er Modellen.
    Der Text mit den Abbildungen sollte für jeden interessierten Neuling zugänglich sein.

    Dank und lieben Gruß!
    Matze

  2. Hi,
    fahre auch einen W 124…T Modell.
    Bj. 1995 somit Mopf 2.
    TÜV hat er frisch…möchte nicht genauer bei den genannten Stellen suchen!!!
    Danke für die Aufstellung des Grauens, der Hype um die Langlebigkeit der Baureihe muß hinterfragt werden. Wenn die Hinterachse abreißt…machen, denn diesen Schwachpunkt haben sie alle oder…. wegwerfen.
    Sonst aber ein nettes Auto
    Viele Grüße Jens

    • Hallo Jens! Beim Wort „Hype“ geb Ich dir völlig Recht – die Baureihe ist maßlos überschätzt. Ich mag sie auch sehr – aber man sollte die Geschichte ohne die sprichwörtliche rosa Brille betrachten. Auf der anderen Seite; viele Opel und VW waren nach 10 Jahren shcon weggerostet, der 124er hat dazu halt 20-30 Jahre gebraucht. Im zeitlichen Kontext kann man das also durchaus auch positiv benoten. Es konnten andere Hersteler allerdings trotzdem besser, muss man auch sagen (Audi, Volvo).

      Gruß,
      Jan

      • Hallo Jan,
        Danke für die Rückmeldung. Ja stimmt, man vergisst bei dem souveränen Fahren der Fahrzeuge immer gern das Alter.“ Im zeitlchen Kontext betrachtet“ ist das wirklich nicht schlecht!!
        Auch ein Benz wurde nicht gebaut,damit der Kunde 40 Jahre ziemlich sorgenfrei fährt…Wo bleibt da der Neuwagenverkauf ?
        Wenn man der Wertverlust bei neuen Autos betrachtet, ist die eine oder andere Schweißaktion immer noch relativ „günstig“
        Viele Grüße Jens

        • Hier muss man anmerken, dass die Baureihe 124 die letzte war, die noch von Ingenieurshand geplant und umgesetzt wurde. Alles ab Mitte der 90er dagegen musste sich strikten Rechnungen beugen, die darüber entschieden, WIE GUT ein Teil konstruiert werden solle.
          Spürbar an der (damals beworbenen) Preissenkung des Nachfolgers von 20% gg. dem W124.

    • Hallo, erstmal vielen Dank für diesen ausführlichen Bericht, welcher mir bei meiner Wahl zum ersten s124 sehr geholfen hat.
      Habe mich vor zwei Wochen für ein 95er Mopf2 T-Modell mit bisschen Radlaufrost hinten und angerosteten Wagenheberaufnahmen entschieden. Für mich als gelernter Karosseriebauer und angehender Lackierer eine günstige Option an ein gutes Auto zu kommen. Denkt man.
      Als ich zur winterlichen Vorsorge mal die Saccobretter entfernt habe hat mich für einige Sekunden der Schlag getroffen: links der komplette Schweller angerostet und ein neues Blech drüber gepfuscht. Also neues Schwellerblech und rechtes Radlaufblech besorgt. Beim rausschneiden des Radlaufbleches der zweite Schlag ins Gesicht: die darunterliegende und von der Seitenwand verborgene untere C-Säulenstück ist komplett zerfressen und löchrig! Ebenso die Innenradhausschale im Bereich der darüberliegenden C-Säule, welche sich nur noch aus PVC-Masse geschlossen hielt.
      Woher kommt der Fraß?
      Die hinteren Scheibenrahmen sehen einwandfrei aus?
      Ist da im Verborgenen ein verstopfter Ablauf?
      Rostige Grüße!

  3. Hallo Jens,

    vielen Dank für diesen tollen Artikel mit den sehr eindrucksvollen Fotos.
    Für mich unbegreiflich ist, dass die Konstrukteure solche Bereiche wie die Wagenheberaufnahmen nicht besser in den Griff bekamen. War ja schon bei meinem 230 E (W123) das gleiche Problem. Warum hat man nicht einfach einen Scheren-Wagenheber mit einem Teller spendiert und genau eingegrenzte/erkennbare Aufnahmepunkte vorgesehen ? Dann bräuchte man die blöden Löcher nicht.
    Und Stellen, wo sich zwangsläufig Wassser und Schmutz einlagern sollten doch auch konstruktiv zu umgehen sein.

    Mir wird schon etwas mulmig, weil ich gerade auf der Suche nach einem Coupe bin. Ich glaube nicht, dass ich alle kritischen Stellen richtig einschätzen werde können.
    Kann man denn als erste Einschätzung sagen: schaue diesen gut einsehbaren Bereich an. Wenn da erheblich Rost ist, werden auch die anderen verdeckteren Stellen betroffen sein?

    Viele Grüße
    Jürgen

    • Hallo Jürgen!

      Antwort auf deine Frage; nein, das lässt sich so nicht sagen. Es gibt Autos mit perfekten Hinterachsaufnahmen mit unter 200.000km – bei denen ist dann er Federdom durchgefault und ansonsten sind nicht einmal die Wagenheberaufnahmen groß angegriffen.

      Tendenziell ist es zwar schon so, dass eher viele Stellen betroffen sind wenn was schwerer wiegendes vorgefunden wird – es lässt sich von einem gravierenden aber dennoch keinesfalls auf weitere gravierende Schäden schließen. Das Loch unter dem Waschwasserbehälter z.B. findet sich auch bei ansonsten sehr gut erhaltenen Fahrzeugen. Andere Fahrzeuge sind unter dem Behälter jungfräulich – die Hinterachse ist aber bereits abgerissen.

      Man muss einfach versuchen alle Stellen zu prüfen und dann zu entscheiden. Diese Autos rosten nicht nach einem festen Muster, sondern ziemlich willkürlich. Chaotisch.

      Gruß,
      Jan

  4. Hallo Jan,
    vielen Dank für den Artikel mit den extremen Bildern.Habe daraufhin einige Stellen mir genauer angeschaut und bin doch tatsächlich fündig geworden – die Sache mit dem Hype in den Kommentaren würde ich doch relativieren wollen – mit dem was sonst auf unseren Strassen zu sehen ist sind wir sicher gut dran.Ganz zu schweigen von den vielen Helferlein – möchte nicht schauen wie es um die bestellt ist , wenn die aktuellen Autos in das Alter unserer Autos kommen.Ob diese Autos auch mit überschaubarem Aufwand am wirklich überzeugenden Laufen gehalten werden können – daran habe ich so meine Zweifel.
    Ich für meinen Teil habe den mobilen Untersatz für das dritte Lebensdrittel gefunden.

    LeMans1988

    • Hallo! Das mit dem „Hype“ wollte Ich so verstanden wissen, dass es doch viele Leute gibt die den W124 als das ultimativ beste Auto der Welt ansehen neben dem nichts Bestand haben kann. Dagegen wollte Ich mich stellen. Die Autos sind gut – keine Frage. Sonst hätten sie mich nicht derart überzeugt, dass Ich innerhalb kürzester Zeit vom Mercedes-Ablehner zum W124-Freund geworden bin 🙂 Trotz der vielen kleineren Wehwehs.

      Gruß,
      Jan

  5. hallo,der beitrag ist sehr gut,sollte aber von verängstlichten laien nicht gelesen werden.nach meiner erfahrung auf dem automobilmarkt gibt es kaum ein auto was nach 20 jahren im deutschen strassenverkehr nicht an rost leidet.der w124 ist seinem vor und nachgänger überlegen.

    • Grundsätzlich ist der 124 das letzte g u t e Auto mit Stern, der beste ist ohnehin der 126. Meine (230TE und 260E) sind BJ 91/92 und in recht gutem Karrosseriezustand; gleiche Erfahrungen machte ich mit meinen 123, die allesamt Bj. 82 waren. mein /8 ist von 72 allerdings aus F. Es liegt mit Sicherheit an der Willkür, wie und wo sie rosten, aber ein bisschen auch am Baujahr; dennoch werde ich meine Preziosen im Frühjahr auf die ganzen Punkte absuchen. Was ich gar nicht verstehe, ist die Tatsache, dass die im Kombi die Seitenscheiben im Laderaum weder beim 123, noch beim 124, ganz zu schweigen von 202 und 210 nicht dicht bekommen 🙁
      Gruß Patrick

  6. Hallo,
    vielen Dank für den Artikel !! Ich habe gerade meinen geliebten E 250 DT zur Rostkur in einer Werkstatt gehabt (Kotfügel, A-Säule etc., Stellen selbst endeckt). Die Werkstatt sollte den Wagen auf andere relevante Stellen durchsehen. Ich habe mich trotzdem danach mit diesem Artikel unter das Auto gelegt, Ergebnis: Rost unter PVC beide Hinterachsaufnahmen, Querlenkerkonsole durchgerostet etc. Das Fahrzeug habe ich regelmäßig in einer MB Vertragswerkstatt warten lassen… Also besser selber gucken + konservieren…

    Viele Grüße

    Hans

  7. whow!
    Habe nie einen Benz gehabt und mir vor wenigen Tagen einen T 280 E gekauft. Angeblich rostfrei!
    Bekomme nun etwas Angst …
    liebe Grüße und vielen Dank für den umfassenden Bericht.
    Stephan

  8. Kann man nicht besser beschreiben. Habe vier von diesen Dingern. Einige der
    beschriebenen Roststellen kannte ich noch nicht. Angesichts des Alters der
    Fahrzeuge und der bei vielen Fahrzeugen fehlenden Pflege der Fahrzeuge aber auch zu erwarten. Der Markt zeigt aber immer noch die Erwartungshaltung der Interessenten: wenig Kilometer, am besten ein Vorbesitzer und die letzten Baujahre sind gefragt. Eine belegbare Wartung mit Rechnungen und ein den
    Jahren entsprechender Kilometerstand werden nicht honoriert. Dabei sollte der
    „gesunde“ Verstand jedem Interessenten doch sagen, dass 240 000 km in 24
    Jahren z.B. absolut normal sein sollten. Alles unter 100 000 km in diesem Zeit-
    raum absolut fragwürdig.

  9. hallo,
    Die Götter müssen verrückt sein.
    Habe einen W124 250 TD gehabt, als Neuwagen gekauft BJ, 8,1990
    Kilometer Leistung Ca. 760.000 die Hälfte mit 2t Anhänger zurückgelegt.
    Motor zwar Leistungsverlust aber standfest .
    2 Unfälle in einer Fachwerkstadt behoben.
    2007 beerdigt und nach Polen exportiert.
    Nun suche ich mir wieder einen 220TE ich kann es nicht lassen !!
    das ist gut so.
    L G Hartwig

  10. Hallo,super beschreibung! Kann man ja schon Angst bekommen wenn man überlegt was noch für etwaige Elektrisch probleme an Bord sind.zb. bei den jüngeren Modellen .Kabelbaum, etc.
    Wenn ich so recht überlege was ich alles abgeschossen habe nur weil ein kleiner Fehler vorlag,Opel BMW,VW,usw. das waren schon einige aber dem Benz verzeiht man ja ziemlich alles.
    Ich besitze ein 220 Coupe,einen 260 Limo und einen 300 SEL W126.
    Jetzt such ich noch einen Kombi mal schaun was kommt.
    Krank oder? :-))

    LG Jürgen

  11. Hallo Jan,
    die detaillierten Beschreibungen lassen den Kreis der Interessenten für einen W124 kleiner werden und damit die Preise auf realistische Werte fallen.
    Wenn jemand losgeht um einen Oldtimer oder Yountimer zu kaufen, sollte er in beiden Fällen einen Fachmann mitnehmen, ansonsten besteht die Gefahr viel Geld auf die Fensterbank gelegt zu haben.
    Für alle KFZ-Handwerker indes freut mich der Boom auf etwas Altes.
    Der Zenith des Automobilbaus ist m.E. auf Grund der in den Vordergrund gerückten Gewinnmaximierung bereits überschritten.

    Tolle Seite….weitermachen
    Jörg

  12. Schöne Auflistung. Ohne sowas würd ich nie zu einer Fahrzeugbesichtigung gehen. Auch kaufen ohne ihn auf der Bühne gehabt zu haben – niemals!!

    Man kann schon sagen, der Unterbodenschutz hat sehr effektiv dafür gesorgt, dass die 124er gerade ab 20 Lenzen regelrecht reihenweise den Rosttod sterben. Denn wenn man neben oder unter der Pampe etwas erkennt ist es meistens schon eine Sache von über 1000€. Das kann an einzelnen Stellen (!) an die 5000 herangehen. Und dennoch: Alles andere wandert in die Presse, der W124-Fahrer seufzt und zahlt. Umso schöner jeder zurückgelegte Kilometer, jeder spürbare/sichtbare Reparaturerfolg!!!

  13. Hallo W124-Freunde!

    Ich fahre einen 230 E, 1989 neu gekauft.
    Nach nunmehr 25 Jahren ist er nun scheinbar am Ende, obwohl ich ihn „ewig“ behalten wollte und von Beginn an ohne monetäre Rücksicht alles an Wartung, und Reparaturen vorgenommen habe.
    Die alle 10 tkm durchgeführten Kundendienste stets bei Mercedes, konnten den Rostbefall rundherum nicht verhindern. 25 Jahre Ganzjahreseinsatz und zugegebenermaßen im Winter wohl zu wenig gewaschen, haben ihm nicht gut bekommen. Kotflügel, Radläufe, Stelle unter Wischwasserbehälter, Blech unterm Kofferraumdichtgummi, Unterboden unter der Rückbank wurden die letzten fünf Jahre geschweißt, alles in Karosseriefachwerkstätten in Stand setzen lassen. Nachdem ich diese Woche per Zufall Rost an der Hinterachsaufnahme entdeckt habe und dort mit dem Schraubenzieher habe durchstechen können, wie durch Zwieback, werde ich mich wehleidig von meinem geliebten Benz trennen.
    Nachdem ich den Bericht gelesen habe und selbst die negativen Rosterfahrungen gemacht habe, traue ich mich nicht mehr, erneut einen W124 zu kaufen, obwohl ich so gerne wieder einen weiter fahren würde.
    Andreas

    • Für sowas gibt rs doch Fluidfilm etc.
      Ohne Korrosionsschutz kein 124er. Youngtimer rosten nunmal.
      Vorsorgen ist soooo einfach.

  14. Moin zusammen,

    die Schäden sind sehr realistisch dargestellt. Der 124er ist schon ein tolles Auto, trotz der kleinen Mängel die er ab und zu hat. Gut nach 20 Jahren kann es schon die ein oder andere Durchrostung geben.
    Die früheren Benze waren auf jeden Fall schlechter. Ende der 60er und Anfang der 70er stappelten sich zehnjährige Pontons und Heckflossen auf dem Schrottplatz. Alle waren nach 200000 -300000km ausgelutscht und total durchgerostet und völlig fertig.
    Ich habe 1970 einen 180D Bj. 1960 gekauft für 400 DM. Vorderachse Federn gebrochen, Achsschenkel komplett ausgeschlagen, Hinterachse Gelenke ausgeschlagen, starke Durchrostungen am Unterboden usw.. Aber Motor und Getriebe top. Nachdem er dann endlich den TÜV-Segen hatte, wurde er in vier Jahren noch 160000km getreten. Dann war endgültig schicht im Karton.
    Wenn man dann heute mit einem restaurieten Ponton durch die Gegend fährt, kommen solche Sprüche wie, „das waren noch Autos, die hatten noch richtig Blech, das war noch Qualität“, usw.. Dann kann ich nur denken, wenn ihr meint.

    Also Freunde der 124er Reihe meckert nicht so viel über diese Fahrzeuge, die sind schon Klasse, vor allem das T-Modell und das Cabrio. Ich bleibe erstmal bei diesen Alltagsautos.

    Schönen Gruß
    Top100

  15. Hallo Jungs,

    die Beschreibung ist sehr realistisch.
    Wer selbst Hand anlegt und einigermassen Qualifiziert arbeitet wird auch nach 20 Lenzen Freude am W124 haben.
    Sich auf Wartungen bei MB zu berufen ist Schall und Rauch. Die ‚Jungs dort sind sowieso nur noch auf das Teilewechseln spezialisiert.
    Einen Schwachpunkt in Sachen Rost möchte ich noch hinzufügen:
    Die Aufnahme der hinteren Stoßdämpfer. Baut die Stoßdämpfer mal aus und entfernt da mal den Unterbodenschutz -> Überraschung!!!
    Ich habe dazu mal ein paar Bilder im W124 Board hineingestellt.
    Viele Gruesse Hein_nieH

  16. Vielen Dank für diesen hervorragenden Bericht. Mein W124 230E von 89 mit 247.000 km bekommt morgen eine neue Windschutzscheibe bei MBin Köln. Ich hoffe, es gibt dort keine Überraschungen (obwohl – nach Deinem Bericht muss man ja sagen, dass eine Überraschung ein rostfreier Scheibenrahmen wäre). Einige Stellen, die hier erwähnt sind, habe ich schon gesäubert, vorsorglich behandelt oder versiegelt. Ich bin gespannt, ob ich an den Stellen, die ich noch nicht kannte, etwas finden werde. Die Wagen, die zeitlebens in der Garage zuhause sind und liebevoll gepflegt werden, sind anscheinend nicht so rostanfällig, hoffe ich doch.

    Das Putzen der Radläufe und des Unterbodens und die Konservierung aller neuralgischen Stellen ist bei allen älteren Baujahren eigentlich Pflichtprogramm und wenn man einen garagengepflegten W124 vor 89 hat, sind diese eigentlich recht dankbar. Die Innenseite der Kotflügelpfalze habe ich z.B. mit Barantho Korux ausgepinselt, dann scheuert man mit dem Schwamm und dem Dreck nicht den Lack weg, wenn man die Radläufe säubert.

    Der 89er 230E ist, wie Du schreibst, noch relativ gut verarbeitet, das kann ich bestätigen. Es gibt kein Kantenrost und das Wachs kann man in allen zugänglichen Hohlräumen gut erkennen. Die grauen Kunststoffstoßstangen und Zeirleisten sind Geschmackssache, aber von einer beeindruckenden Qualität. Auch der Lack glänzt noch schön, dabei habe ich den Wagen noch nie handpoliert. Die W124 sind gute Autos, sie sind mittlerweile aber alt geworden und brauchen fachmännische Aufmerksamkeit. Der Ruf des Unzerstörbaren ist gewiss für viele Fahrzeuge und deren Zweit- oder Drittbesitzer eher von Nachteil.
    Ich erinnere mich, wie ich meinen „Rentner“-Wagen gekauft habe und wie der Schwiegersohn mit quietschenden Reifen und heulenden Motor auf den Hof gefahren ist – zum Glück hat er ihn nur zwei Wochen gefahren, den „Unzertörbaren“.

  17. Hallo Motofreibeuter,

    ich habe auf der Seite nicht Deine Mail ausfindig machen können, daher hier im Kommentar:

    Ich habe auch einen W124 T und habe, nachdem ich mit Grauen und Schrecken deine Auflistung der potentiellen Rosttstellen las, mal eine Art Check-Liste davon getippt… für die Laien unter uns (wie mich), die die Stellen dann mal abarbeiten wollen.
    Wenn Du möchtest, schicke ich sie dir zu, vlt. ist das ja für den einen oder anderen eine Hilfe.

    Lieben Gruß,
    Rebecca

    • Hallo Rebecca! Schicke doch mal eine mail an strassenbelag ädd gmx punkt net, vielleicht kann man das hier ja auch direkt gleich einpflegen dann 🙂 Gruß, Jan

      • Hallo Jan,

        ich hatte es auch mal über den Weg wie Rebecca versucht, dich per Email zu kontaktieren. Eventuell is die ja im Spamordner gelandet 😉
        Ich hatte mal nach dem Passwort für die gesperrten Seiten hier gefragt. Geschickt von manuel*******@gmx.de
        Vielleicht kannst du ja nochmal nachsehen 🙂
        Beste Grüße Manuel

  18. Mein Kompliment für diesen ausführlichen Bericht. Zu erwähnen wären noch die Wasserablauflöcher des Schiebedachrahmens.
    Mit freundlichen Grüßen Kombikisten

  19. Spitze diese dokumentierte Rostfahndung. Traurig wäre ich wenn es unter meinem Cabrio so ausschauen würde. Das muss jetzt mal geprüft werden. Habe vor Jahren mit Dinol Unterbodenschutz und Hohlraum machen lassen. Aber wer hat damals unter das PVC geschaut? Hoffentlich die Werkstatt!

    Jan-wulf bringe noch mehr von solchen Rostdokumenten.

    BG Werner

  20. Will hier keine Reklame machen, aber der von Mercedes anerkannte Markenclub W 123 hat eine Neuauflage der Kaufberatung für 24,95 Euro heraus gebracht. Ich habe diese im letzten Jahr auf der Techno in Essen gekauft. Ist vieles super erklärt, obwohl Jan hier noch einige Fotos mehr zeigt.

    Gruß
    Werner Dechardt

  21. Ich weiß nicht ob das auch schon gezeigt wurde :
    ist von einem E 320 T Bj. 11/93 :
    [img]http://up.picr.de/25218799mo.jpg[/img]
    in Fahrtrichtung rechts
    Mit freundlichen Grüßen Dietrich Rosenbrock

  22. Jan, Du bist ja wohl der unbestrittene 124er . Gammelpabst. Einige interessierten 124er – Fans haben schon Schneid und Luist verloren, sich so ein RostFlittchen anzulachen, aber sei’s drum. Was mich mal bewegt, ist die Frage ob und wie man als mittelmässig begabter Schraubenzieherhalter es bewerkstellingt oder nur den Hauch eienr Chance hat, einen sauberen Tausch der Traggelenke der VA zu Wege zu bringen, ohne die Federlenker rauszupopeln, um die Kosten für eine Achsvermessung zu sparen. Wäre interessant, wie erwähnt…
    ghost ryder 1975.

  23. Hallo Jan,

    herzlichen Dank für diese ausführliche und scheinbar dringend überfällige Geisterbahnfahrt….

    Frage: Es heißt des öfteren, das Cabrio sie „besser verarbeitet“ als die anderen Modellvarianten. Kannst Du das aus deiner Erfahrung bestätigen? Oder haben Cabrios im Großen und Ganzen die selben Rostprobleme?

    Vielen Dank!
    Max

    • Hallo!

      Das ist schwer zu sagen, da der Anteil an Cabrios sehr viel kleiner ist. Was die Autos auch beständiger machen dürfte ist die Tatsache dass es doch überwiegend reine Schön-Wetter-Autos sind.

      Ob sie mehr oder weniger rosten, vermag Ich mangels Erfahrung aber nicht eindeutig zu sagen.

      • Danke für die schnelle Antwort!

        Cabrio muss also akribisch inspiziert werden. Bei dem in Frage stehenden Modell handelt es sich leider nicht um ein saisonzugelassenes Sommerfahrzeug, also sehr genau hinsehen…

        (Konnte die hier freundlicherweise von Dir geteilte Erfahrung gestern sogleich fachmännisch zur Anwendung bringen, als ich mit einer Freundin einen zum Verkauf stehenden 93’ger 300TE inspiziert habe. Bin (mehr oder weniger) systematisch deine Checkliste durch gegangen und bei 4 von 10 Punkten ist die Nadel ausgeschlagen. (Schweller komplett zerbröselt, Achsaufnahme hinten rechts wird löchrig (und übrigens auch die Bremsleitung an der Hinterachse), Kotflügel vorne stark in Mitleidenschaft gezogen und natürlich die Stelle unter dem Wischwasserbehälter…) Dem Vorbesitzer wurde glaube ich ganz schwindelig…)

        Fantastische Seite übrigens! Bin schon wieder ganz abgelenkt…

        Lade Dich herzlichst ein, auch auf meiner Seite etwas umherzuspazieren: http://www.transportmuseum.net

        Dank & Gruß,
        Max

  24. Hallo die Damen und Herren,

    hab zwei CE von 88 und 89 und Eure Berichte treffen zu 100 % zu.
    Was der eine an Rost nicht hat, hat der andere, aber nichts desto trotz ist mir jeder W 124 an dem ich was selbst schrauben und richten kann, lieber als die heutigen PC gesteuerten Fahrzeuge bei denen schon nach 7 Jahren die Bremsleitung durchgerostet (w 211) oder nach 7 Jahren der Motorhaubenfalz durchkorrodiert ist (W 164). Dass DC hier nichts wissen will frustet! Dann lieber fast 30 Jahre alte W 124 Karren bei denen ich am DC-Tresen alle Teile spätestens am 2. Tag bekomme.

  25. Hallo, ich möchte mich ebenfalls einreihen und dem Autor herzlichen Dank für diese „Kaufberatung“ und die Pflegetipps ausrichten. Ich suche derzeit intensiv nach einem gut erhaltenen 220er Coupe und bin für die wertvollen Informationen sehr dankbar.

  26. Hallo zusammen, hallo Jan,

    mir ist ja fast schwindelig geworden als ich diese Liste gelesen habe. Letzte Woche sah ich mir erst noch einige T Modelle in Dortmund an, bei der mir die Liste geholfen und dem Händler die Farbe aus dem Gesicht getrieben hätte. Mir wird diese Auflistung bei der suche nach einem T Modell des Jahrganges 86/87 sehr helfen keine Rostlaube zu finden. Vielen dank.

    Gruß Jörg

  27. Der W124 ist gerade „untenherum“ ziemlich kompliziert und verschachtelt konstruiert und gebaut mit vielfältigen Stellen, an denen sich Wasser und vorallem auch Dreck sammeln kann und die Abläufe zusetzt. Vorallem der Dreck fungiert als Feuchtbiotop und setzt dem Blech immens zu im Laufe der Jahre. Der PVC- Schutz schrumpft und reißt über die Zeit und der Kapillareffekt lässt das Wasser noch besser rein. Wer allerdings ernsthaft glaubt, daß andere Hersteller, wie Volvo, Audi oder Porsche (dank Vollverzinkung) weniger Probleme haben, der irrt gewaltig! Im Gegenteil, der so verkaufte Denkfehler: ist ja ab Werk super immun gegen Rost, da braucht es keine Nachbehandlung- erweist sich als Riesenfehler!
    Jedes aus Stahlblech gebaute Auto hat früher oder später die braune Pest an Bord,
    nur reinigen, pflegen und konservieren schiebt den Zeitpunkt des Verderbens weiter nach hinten hinaus…
    Wer sich mal einige Fahrzeuge genauer angesehen hat, die nach einem schweren Unfall regelrecht auseinander gebrochen sind, weiß was ich meine: oberflächlich rostlos und an den dann entscheidenden Stellen im Wagenboden bereits zu labil…
    Lieber auf den Satz schicke Riesen- Felgen verzichten, oder die tolle Tieferlegung, die beide Struktur der Karosserie stark belasten und „weichklopfen“ und das Geld regelmäßig in ordentliche Unterboden- und Hohlraumkonservierung investieren…
    Vielleicht halten unsere „nur „phosphatierten Bleche im W124 deshalb so lange- der Ruf des „Opaautos“ hielt die Tuningfraktion fern, anders als beim W201- wann sieht man da heute noch einen Überlebenden, der bereits in den 90ern auf „Tiefer- Härter- Breiter- Lauter“ umgerüstet wurde? Ansonsten: allzeit gute Fahrt im W124!

  28. Hi zusammen,

    ich wollte schon oft zu dieser super tollen Kaufberatung was schreiben. Ein großes Kompliment und Danke dafür!

    Mir hat sie geholfen einen schönen W124 230E ECE zu finden, der die schweren Rostnester nicht aufweist! Ich habe mir aber das Auto zweimal angeschaut. Einmal ob er mir gefällt und um die groben Dinge anhand der Kaufberatung auszuschließen die von dir schön beschrieben sind und dann nochmal mit jemand vom Fach. (190er Freak durch und durch).

    Das Auto hatte sehr viel Glück. Er wurde von einer älteren Dame gekauft und gefahren. Er stand in einer trockenen Garage und wurde im Winter selten bis gar nicht bewegt und das sieht man. Das Fahrzeug hat nun 200.000 Km runter und ist über 32 Jahre alt.

    Einzigstes Problem hatte ich bisher nur mit der blöden Heizmatik. Die hat mich viel Geld gekostet, denn Ruhe war erst nachdem alle Sensoren, Unterdruckgebläse, Duoventil und die Reglung selbst getauscht war. Aber dafür hab ich hoffentlich nun lange Ruhe. Darf aber sagen, ich hab nen gesunden, ganz frühen. 41.4** gebauter W124. Mein Bekannter riet mir von dem Auto NUR ab, weil er noch die Simplexkette hat.

    Nochmal vielen Dank für die Kaufberatung!

  29. Moin, wirklich lesenswert. Jetzt habe ich allerdings etwas Angst davor mich erneut in das für mich bisher unbekannte Abenteuer S 124 zu stürzen.
    Mein letzter S 124, Bj. 92, mit 215000 km ist mir gerade von einem Fahranfänger zersägt worden, hat mir die Vorfahrt genommen Folge,Totalverlust.
    Durch Zufall bin ich auf Reimporte aus Japan gestoßen, können diese Fahrzeuge problemlos in Deutschland auf die Straße gebracht werden?
    Haben Sie da Erfahrung. Diese Fahrzeuge werden immer als aller beste Sahne bezeichnet bei den Verkäufern.
    Mit herzlichen Grüßen von der Ostsee Peter Reinhard

    • Hallo! Gepflegt sind sie, aber oft im Kurzstreckenbetrieb gelaufen – und trotz vergleichsweise niedrigen Kilometerständen technisch überholungsbedürftig. Gerne sind auch größere Hifi- und andere Elektronik-Einbauten vorgenommen worden. Chrom bzw. eloxierte Zierteile sind oft stark verwittert, das muss am Klima dort liegen. Die Karosserien sind dennoch überdurchschnittlich gut.

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