W123 T-Modell. Nachhause gebracht.

Eine Herausforderung an mich selbst. 14 Tage Frist bis zum W123 T-Modell.

Ein Traumwagen schon seit langem war das W123 T-Modell. Vorgestellt 1978 als letztes Modell der ‚kleinen‘ Baureihe W123, der erste Werks-Kombi von Mercedes. Das T-Modell. T für „Transport und Touristik“, intern S123, S für „Stationswagen“.

Aber genug davon. Anfang 2011 habe Ich Geld aus einem Unfallschaden übrig. Kurzum stelle Ich mir die Herausforderung, dass inert 14 Tagen ein W123 T-Modell vor der Haustüre stehen soll.

7 Tage später geht es gen Bremen. 6:00 morgens wird der Hänger fest am V8 befeuerten Jeep vertäut.

Auf Richtung Norden, den Tempomaten auf 89km/h gepeilt.

Der kleine LPG Tank muss stets gefüllt werden,wie auch unsere müden Geister stest mit Koffein geweckt werden wollen. Und so geht es langsam immer weiter nordwärts, den Kompass auf Bremen gerichtet. Lustigerweise liegt die Geburtstätte der T-Modelle auch in Bremen; dort im WErk wurden alle T-Modelle gefertigt.

Um die Mittagszeit sind wir am Ziel, in Bramstedt. Grüner Zaun, Kiesplatz, paar Kisten – aber keine Fahnen. Der Verkäufer (Händler) klang vernünftig – also habe Ich den Tee ungesehen per Telefon & gefaxtem Kaufvertrag gekauft. Und da steht er endlich… Verwittert, dunkel, mit Chrom. Ich erinnere mich noch gut an das Gefühl zum ersten mal den Schlüssel in die Hand zu nehmen und im Fahrersitz Platz zu nehmen.

Und zu wissen „der gehört jetzt dir“. Der Geruch nach Gebrauchtwagen, alles neu im Cockpit – aber schön. Der Anlasser schnurrt – der Motor leider nicht. Und so schiebt die Manschafft, während Ich die ersten Meter hinter’m Steuer zurücklegen darf. Gut für mich – die Bremsen sind fest… 😀

Der gute Wagen wird ordentlich verzurrt, gemustert, bewundert. Es ist windig. Schnell den V8 anlassen und es geht wieder zurück. Geld und Brief haben vorher natürlich den Besitzer gewechselt.

In Bremen bei real,- gibt’s dann 1x Curry für uns, 1x Öl für den V8. Danach Kaffe und Plausch über Quantentheorie. Und dann wieder in die Kiste und das Gespann segelt südwärts.

Es wird Nacht. Im Radio wird gefunkt, unsere Strecke werde wegen Brückensprengung gesperrt. Unsere alternative Route führt durch die Kassler Berge. Geschwind gerechnet; knapp unter 4 Tonnen wiegt unser Zug. Das wird spannend… Der V8 kommt an die Grenze auf Gas – die Tankstopps müssen noch kürzer getaktet werden. Von 0 bis 99l+ steht alles auf dem Display (die Anzeige hat nur 3 Stellen, die Red.).

Auf der heimischen A5 angekommen, geht uns das Gas aus. Als wir endlich eine LPG Säule finden, vollführt diese nach 10l eine Notabschaltung. 10l sind ca. 80km, 90 liegen noch vor uns. 80 + Rest – könnte ganz knapp reichen… An Benzin will keiner denken… 4 Tonnen, 5,3l – autschn…

Der Tee wird abgeladen. Nachbarn beschweren sich. Jau – totale Absicht so, dass wir das morgens um 5:15 tun…

Geschafft haben wir es dann doch noch – der Tank war tatsächlich beinahe leergesaugt. Der Jeep wird zurück gebracht, Ich schnapp mir meine Kiste und fahr wieder zurück, wo der Tee in seinem neuen Revier auf mich wartet. Als Ich dort ankomme, beginnt Stunde 25 seit Abfahrt.

Würde Ich es wieder tun? Jeder Zeit! 12,50€/100km. Im Endeffekt war es trotz dem Kassler-Berge-Desaster sehr günstig. V8? Sparmobil!

Alle Bilder 25h Trip – der 123er wird geholt

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