Zentrierdorn für Kupplung

Funktion ist schnell erklärt.  Schwungscheibe und Kupplungsautomat sind miteinander verbunden. Der Automat drückt mittels (krasser) Federkraft auf die Reibscheibe die zwischen Automat & Schwungscheibe sitzt. Die Schwungscheibe ist fest mit dem Motor verbunden. Die Reibscheibe sitzt fest auf der Verzahnung der Eingangswelle des Getriebes. Der Automat klemmt die Reibscheibe fest – die Kraft wird von Schwungrad mittels Reibscheibe auf die Eingangswelle übertragen. Zum unterbrechen der Kraftübertragung wird der Automat entspannt. Dies geschieht, indem mittels des Ausrücklagers Druck auf die Tellerfedern ausgeübt werden, welche den Kontaktring von der Reibscheibe abheben. Schwungscheibe und Eingangswelle bzw. Reibscheibe können nun unabhängig von einander drehen.

Da alles zentriert sein muss, gibt es bei der Montage ein Problem: der Automat drückt zu fest, als dass man die Reibscheibe per Hand zentrieren könnte. Ist die Reibscheibe nicht 100% zentriert kann das Getriebe nicht montiert werden, da nichts fluchtet.

Man kann zu diesem Zweck spezelle Zentriervorrichtungen bzw. Dorne kaufen. Das kostet    aber Geld. Das wollen wir als No-Budget-Racer ja nicht ausgeben. Der einfache Trick ist; kaputtes Getriebe irgendwo abgreifen. Und kurzerhand die Eingangswelle ausbaune – oder einfach absägen.

Und schon hat man einen Zentrierdorn. In dem Fall sollte das Getriebe getauscht werden; der Dorn war quasi schon ab Werk dem Auto beigelegt. Die haben das im Werk nur nicht gewusst… 😀

Nun kann so ein Dings aber ganz schön fest stecken im Pilotlager (sitzt in der Kurbelwelle als zusätzliche Stütze für die lange Eingangswelle). Dazu gibt’s einen Trick: Ring aufschweißen. Egal was. Hier eine alte Lagerschale aus einem anderen Getriebe.

Könnte fast ein Originalwerkzeug sein 😀

Scheibe aufstecken, Dorn in’s Pilotlager, Automat fetschrauben (gleichmäßig rundherum 1 Umdrehung pro Schraube – Anzugsmoment beachten!!), Dorn herausziehen und Getriebe montieren.

Ein Gedanke zu „Zentrierdorn für Kupplung

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