Erdölförderung in Süddeutschland

Fährt man nach Landau, kann man sie sehen – zahlreiche hammerförmige, langsam nickende Erdölpumpen wie man sie sonst nur aus amerikanischen Filmen kennt. Und das mitten in den pfälzer Weinbergen.

Gefunden wurde in dieser Gegend das erste Öl in den 1890er Jahren – als es in Kellern austrat. Seit 1896 wurde aktiv versucht, die Ölfelder zu erschließen. Allerdings geb es nennenswerte Erfolge erst 1955, durch verbesserte Verfahren und tiefere Bohrungen. In Tiefen von 1200 bis 2000m förderten damals bis zu 190 Pumpen. Von denen heute noch ca. 70 verbleiben.

Diese Pumpen förderten in Spitzenjahren bis zu 190.000 Tonnen Erdöl. 2006 blieben von dieser Förderleistung noch 24.360 Tonnen. Gefördert wird ein Gemisch aus 90% Wasser und 10% Öl. Im Jahr 2006 importierte Deutschland 109,5 Millionen Tonnen Erdöl. Auf den Tag umgerechnet betrug die Jahresproduktion des Landauer Feldes somit gerade einmal die Menge Erdöl, welche Deutschland innerhalb von 2 Stunden importierte.

Auch wenn die Erdölförderung in Deutschland keine Rolle spielt, so gibt es sie doch. Raffiniert übrigens wird das Landauer Öl in der Raffinerie in Karlsruhe.

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