GSM Flamingo

GSM Flamingo… Nie gehört? Macht nichts. GSM war eine kleine Firma, die zwischen 1958 und 1964 Autos herstellte.

Die in Kape Town sitzende Firma verpasste es ganz knapp… 

…der erste süd-afrikanische Sportwagenhersteller zu werden. Die beiden Firmengründer erfuhren in den 50er Jahren bei einem Englandaufenthalt von einer brandneuen Technologie: Glasfaser verstärkter Kunststoff. GFK. Dieser – damals revolutionäre – Werkstoff eröffnete ganz neue Wege, für kleine Firmen Karosserien usw. herzustellen. Nicht zuletzt deswegen finden sich in den 50ern und 60ern buchstäblich hunderte kleiner Automobilhersteller, die alle Arten von Autos bauen. Aber zurück zu GSM. 1958 wird der GSM Dart vorgstellt, ein Roadster. Die Firma exportiert auch nach England, dort wird der Wagen als Delta verkauft, wegen dem bereits existierenden Daimler Dart.

Aber – hier soll es um den ab 1962 gebauten Flamingo gehen. Dieser scheint sehr ähnlich,  versteckt unter der Haube aber frische Technik. Unter anderem bekam er statt transverser Blattfeder wie beim Dart, doppelte Dreiecksquerlenker für die Vorderachse. Diese federten zunächst über Gummibalge vom BMC Mini, später über konventionelle Schraubenfedern.

Die Hinterachse verfügte über zwei abweichende Längslenker, welche verhinderten dass sich beim starken Beschleunigen ein Rad schneller wie das andere drehte.

Es wird gesagt, dass der Flamingo in Sachen Aerodynamik und Fahrdynamik seiner Konkurrenz und Zeit weit voraus war.

Angetrieben wurde er am Anfang von dem 1.7 Liter Motor aus dem europäischen Ford Taunus (ursprünglich war der V6 geplant, der aber nicht zeitnah genug fertig wurde), später vom 1.5 Liter Motor aus dem Cortina (non-Crossflow).

GSM, das steht für Glassport Motor Company. Die Karosse aus  GFK ruht auf einem soliden Leiterrahmen aus Stahl.

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