Alfa in der Gruppe B. Alfasud Sprint 6C

Eines vorweg: Alfa hat nie an einer Rally in der berühmten und berüchtigten Gruppe B teilgenommen. Aber es gab Pläne dazu. Sehr schöne Pläne.

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Und dennoch ist es keine komplett traurige Geschichte… Es ist nicht vieles bekannt. Nur, das Alfa Romeo in Erwägung zog, in die Gruppe B einzusteigen. Ein Konzept wurde erstellt. Es beinhaltete einen Alfasud Sprint. Und einen 2,5l V6 Mittel-Motor im Heck. Und die Technik des großen Bruders Alfa GTV6. Autodelta baute, soweit bekannt, vermutlich bloß zwei Prototypen. Einige halten selbst diese für einen Mythos. Es soll jedoch ein Auto regelmäßig auf einer Pariser Ausstellung zu sehen sein.

Leider wurden die Prototypen wohl niemals weiter entwickelt – denn mit dem Aus für die Gruppe B kam auch das Aus für den Alfasud Sprint 6C. Der wahrscheinlich eines der schönsten Gruppe B Rallyautos geworden wäre.

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Quellen: ici et ici

Aber Moment. Das ist doch eine traurige Geschichte? Nein, nicht ganz. Denn sie geht noch weiter. Wenngleich weit ausserhalb der Grenzen Italiens auf der anderen Seite des Globus. Namentlich in Australien.

Dort fanden sich zwei Herren mit Motorsportbegeisterung, Paul Halstead and Barry Lock (Formel 1 designer).  Halstead und Lock gründeten 1986 die ‚Giocattolo Motori Pty Ltd‘. Sie entwickelten ein Auto auf Basis des Alfasud Sprint 6C. Wenngleich dazu standard. Alfasud Sprint Karosserien umgebaut wurden.

Es wurden 4 Prototypen gebaut, ebenfalls wie der Alfa mit im Heck untergebrachtem V6 Mittelmotor von Alfa. Es gab lediglich ein Problem: Alfa konnte nicht garantieren, die Firma mit dem Motor zu versorgen, der ohnehin schon sehr teuer war, wenn er am anderen Ende der Welt angelangte. Und so wurde Holden mit der Lieferung der Motoren beauftragt. Der Giocattolo Group B bekam einen 5.0 Liter V8 Motor aus dem Hlden Commodore, mit Einspritzung und 300PS/500nm. Dieser beschleunigte den ‚Group B‘ in 5,4 Sekunden auf 100km/h. Die Viertel Meile wurde in 13,5 Sekunden bewältigt – nicht viel langsamer wie damals ein Porsche 911 Turbo! Die Höchstgeschwindigkeit musste auf 250km/h begrenzt werden. Der ‚Group B‘ war damit in der Liga der Super-Sportwagen.

Aber… Ganz glücklich geht die Geschichte nicht zuende. wenngleich sie mit Giacattolo einen Schlenker Richtung Happy End machte.

Die Technik im ‚Group B‘ war aufwändig. Sie war teuer. Giacattolo fertigte nur 15 Serienmodelle. Als Alfa den Alfasud Sprint schließlich einstellte, war die Basis für den Group B verschwunden – und auch Giacatollo musste seine Tore für immer schließen.

Dies ist der Wagen mit der Chassisnummer 10:

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Mehr here. Und here

In der Bordausrüstung eines jeden Group B findet sich aber ein Trostpflaster für denjenigen, der einen dieser seltenen und gelungenen Wagen ergattern konnte; die Rum-Flasche gehört zur Serienausstattung!

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Mehr Detailbilder von hier

Und das war sie. Die Geschichte des Heckmotor Alfasud Sprint der nie wirklich sein durfte.

2 Gedanken zu „Alfa in der Gruppe B. Alfasud Sprint 6C

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