Schmelzofen

Heute: wir bauen eine Schmelze. Vorab; Ich hab‘ keine Ahnung, ob das alles so richtig ist. Und: es ist gefährlich. Es ist keine Anleitung, es ist ein Erfahrungsbericht.Erfahrung Nummer 1: Plastikeimer als Schalung sind nicht geeignet. Ich hatte sie zerschnitten, um sie zylinderisch zu machen – das ist etwas misslungen. Aber egal. Es ist ein feuerfestes Loch, wenn auch etwas komisch geformt und nicht ganz zentrisch. ausserdem ist der Boden schief… Hachja. Für erste Versuche wird es langen.Material ist ein Mix aus 1 Teil Fertig-Beton und 1 Teil Feuerfest Mörtel. Das Rohr für den Brenner ist absichtlich schräg, das soll nacher einen schönen Wirbel in der Schmelzkammer erzeugen.

Erfahrung Nummer 2: Wasseranteil im Beton gering halten, so gering wie möglich. Weil… Das muss alles wieder raus. Beim ersten anfeuern zeigt sich, wie viel Wasser selbst nach 3 Wochen Trocknung noch im Material ist.

Und das ist gefährlich! Das erste anfeuern erfolgt auf ganz kleiner Flamme – Wasser tritt aus allen Poren. Vermutlich hatte Ich zu viel genommen. Vorsichtshalber wurde das olle Fass noch angebohrt um – ja – Dampf abzulassen. Denn wenn dieser nicht schnell abziehen kann gibt es im weniger schlimmen Fall Risse – im schlimmeren Fall fliegt einem der Ofen um die Ohren!

Und damit sind wir beim Feuer. Das brennt mit handelsüblichem Propan-Gas wie man es überall in ‚zig Varianten bekommt.Druckregler einstellbar, Schlauch, Kugelhahn, paar Fittinge und fertig. Also fast. Eine Reduziermuffe und Wasserrohr kommt noch dazu. 3″ auf 2″. Die Düse ist eine Stromdüse für’s SChutzgasschweißgerät. 0,6mm. Die muss zentral im Rohr positioniert sein. Dazu wurde aus Schrott der gerade so herumlag was gebastelt. ‚N Stück Rohr hätte es genau so gut getan. Aber das war halt nicht greifbar im Moment.Das Ganze dann an’s große Wasserrohr geschweißt, Gewinde dazu, einstellen und festschrauben.Dann brauchte es noch etwas, um die Luftmenge zu regulieren. Simple Drosselklappe mit Feststellschraube – einfach, effektiv. Und dann muss man etwas rumspielen mit dem Verhältnis von Luftmenge und Gasmenge. Wichtig ist, dass die Flamme nicht im Rohr zurückschlägt (oszilliert wie in einem Pulso-Strahlrohr), sondern am Austritt brennt. Hilfreich ist dazu ein Konus. Später im Ofen brennt die Flamme auch ohne Konus sehr gut.Erfahrung Nummer 3: das Ding hat DAMPF! Völlig andere Hausnummer wie handelsübliche Unkrautbrenner… Der Schmelztiegel, zu dem kommen wir gleich, war in 30 Sekunden rotglühend…

Der Tiegel. War früher eine Helumflasche. Wird vermutlich nicht lange überleben, für’s Erste aber langen. Geköpft, zwei Knubbel dran, Flachstahl drum – fertig. Und was um einen rotglühenden Zylinder aus einer Feuerhölle zu klauben braucht’s auch noch.Mal schauen, ob das funktioniert. Zunächst muss der Ofen aber noch trocken gebrannt werden, aktuell erlaube Ich mir nur ganz kurze Voll-Gas-Orgien. Aber voll aufgedreht – bollert das Ding wie ein riesiger Heizkessel und macht SEHR sehr warm…^kleinste Flamme… Reicht ganz bequem zum grillen! 😉

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