Doppelbock

Es trug sich so zu, dass es wieder einmal eine Fahrt in’s ländliche Bayern gab. Ziel: ein sehr kleines, versteckt gelegenes Dorf. Dort ward ein kapitaler Bock gesichtet, den es zu jagen galt. Oder so. Die A8 war ungewöhnlich leer, und so war Ich etwas zu früh vor Ort. Kein Problem, der Vater des Verkäufers wusste bescheid und wies mir den Weg zu einer Scheune.

Als der Bock jedoch durch das Gatter geleitet wurde, wurde mir etwas schlecht. Schlecht war er zwar nicht – aber – groß. Sehr groß. Fast zu groß.Ein Glück habe Ich ein T-Modell. Von nördlich von München ging es nach süd-östlich von München, dort war ein zweites Rendez-vous mit einem Huftier anvisiert. Noch abgelegener, ein frei stehender Hof mit eigenem, grünen Ortsschild. Keine Seltenheit in der Gegend. Ein Glück habe Ich ein T-Modell. Das links ist kein kliner, sondern ein „großer“ Steinbock mit 80cm Hubhöhe. Der richtig Große kann nochmal 20cm mehr. Und doppelt so viel. 1,6t.

Dann gab’s noch ein drittes Stelldichein, diesmal mit Goldth-Prominenz, Blick auf die Alpen und die Ankündigung einer vierten Versammlung im ländlichen Schwarzwald. Also wieder auf die A99 Richtung MÜC. Angenehm zu fahren, weil der Münchner prinzipiell die rechte Spur frei lässt für Touristen, die schnell wieder raus wollen aus dem Freistaat. perfekt für mich. Paradoxerweise sieht es der Münchner aber gar nicht gerne, wenn man rechts vorbei fährt, während er im selber gemachten Gedränge auf den einheimischen Spuren gar nicht so schnell fahren kann. Aber zurück zum Thema. Grillen.

Bohnenstangen, Zaun – fertig ist der Steinzeit-Bonanza Grill.Tief in der Nacht waren Taxi, Hirte und Böcke wieder zuhause, nach irgendwie 19h auf den Beinen. Bzw. großteils eigentlich auf dem Fahrersitz.

Am nächsten morgen ausladen, ging dank dem kürzlich erworbenen top fitten HGA völlig problemlos. es macht einfach Sinn, sinnlos viele Steinböcke zu halten.Kurz drüber gewischt, Öl nachgefüllt und denn mal ausprobiert. Es handelt sich um einen H1.6/100, ein Typ der mir bis dato gänzlich unbekannt war. Abgesehen von den LKW-Hebern dürfte es vermutlich der größte Hochhub-Heber sein, den Steinbock gefertigt hat. 1 Meter Hub, 1,6 Tonnen Tragkraft. Das ist amtlich. Wie die Größe; knapp über 2 Meter lang ist der Trümmer.Und der ganze Heber ist deutlich anders gebaut, als alle anderen die Ich bisher kenne. Der Hydraulikkolben ist mit dem Chassis verbunden. Der Zylinder mit dem Hubarm. Und die Pumpe ist in den Kolben integriert und dient gleichzeitig als Senkventil. Es gibt keine Rückholfedern – dafür aber eine mechanische Sicherung gegen absenken. Der Kolben hat Rasten, welche in massive Klinken einrasten (in 2 Stellungen). Mit der Kurbel an der Seite (Bild oben) werden diese entriegelt.

Der kleine H0,8/80 ist in erstaunlich gutem Zustand, sackt aber unter Last ab. Mal sehen. Gekauft habe ich den wegen dem Alu-Deckel der soo oft fehlt. Dieser ziert jetzt den H1.25/80A. Was mit dem H0,8 wird – mal schauen. Vermutlich reparieren und wieder verkaufen. Der H1,6/100… Wirklich keine Ahnung. An sich ist er einfach viel, viel zu groß für den wenigen Platz den Ich habe. Da er aber extrem selten zu sein scheint, werde Ich versuchen einen Platz dafür zu finden, gefallen tut er mir sehr gut. Und die mechanische Sicherung macht Ihn zu einem sehr sicheren Wagenheber.

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